Pre-Charging
Pre-Charging
Beim Pre‑Charging wird der Defibrillator bereits während laufender Thoraxkompressionen vor der nächsten geplanten Rhythmuskontrolle geladen. Dadurch lässt sich die Unterbrechung der Herzdruckmassage vor der Schockabgabe deutlich verkürzen, sodass die sogenannte hands‑off‑Zeit idealerweise unter fünf Sekunden bleibt. Diese Vorgehensweise wird als akzeptable alternative Strategie beschrieben, sofern das Laden ohne zusätzliche Pausen der Thoraxkompressionen erfolgt und unmittelbar nach der kurzen Rhythmuskontrolle der Schock abgegeben wird. (Reanimation 2025, Leitlinien Kompakt, GRC, S. 67-68)
Defibrillieren Sie unter minimaler Unterbrechung der Thoraxkompressionen, minimieren Sie die Pause vor und nach dem Schock. Sie erreichen das, indem Sie die Thoraxkompressionen während des Ladens des Defibrillators fortsetzen, die Defibrillation mit einer Unterbrechung der Thoraxkompressionen von weniger als 5 Sekunden durchführen und die Thoraxkompressionen dann sofort wieder aufnehmen. (Reanimation 2025, Leitlinien Kompakt, GRC, S. 67)
Die Durchführung von Pre‑Charging beim Atem‑Kreislauf‑Stillstand ist immer mit der Notärztin/dem Notarzt abzustimmen und im gesamten Team klar zu besprechen. Dazu sollte im Rahmen eines Team‑Time‑outs festgelegt werden, ob Pre‑Charging angewendet wird, wer dafür verantwortlich ist und wie der Ablauf konkret aussieht.
Voraussetzung sind ein aktives Team‑Leading und ein strukturiertes Zeit‑/Rhythmus‑Management, damit Schock‑ und CPR‑Zyklen koordiniert bleiben. Pre‑Charging darf die kontinuierliche, effiziente und qualitativ hochwertige Herzdruckmassage keinesfalls beeinträchtigen; Unterbrechungen dürfen nur so kurz wie unbedingt nötig erfolgen.
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| raphaela.duenser | 07/2026 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.