Maßnahmenbeschreibungen C - Circulation (Kreislauf)
- halbautomatische Defibrillation
- halbautomatische Defibrillation (Kinder)
- Abbindung mittels Tourniquet
- Druckverband (z.B. mittels Emergency Bandage)
- Hämostyptika-Anwendung bei tiefen Wunden ("Wound Packing")
- Valsalva-Manöver
- intraossärer Zugang (i.o.-Zugang)
- Beckenschlinge
halbautomatische Defibrillation
Indikationen
- Kammerflimmern (VF)
- Pulslose ventrikuläre Tachykardie (pVT)
Therapieziel
- Wiederherstellung eines normalen Herzrhythmus
- Erreichen einer ausreichenden Pumpleistung des Herzens
Kontraindikationen
- keine
Sicherheitshinweise
- Haut frei (ggf. rasiert) und trocken
- Richtige Position, Herstellerangaben beachten
- Kein Kontakt zu Metall / Implantaten / Piercings
- Elektroden dürfen sich nicht berühren
Benötigtes Material
- Halbautomatischer Defibrillator
Durchführung
corpuls³
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Reanimation nach BLL "Atem-Kreislauf-Stillstand" durchführen | |||||||||
| 2 |
Therapieelektrdoen antero-lateral (AL) aufkleben
In folgenden Situationen soll alternativ die antero-posteriore Position der Therapieelektroden erwogen werden:
Beachte: Bei der antero-posterioren Position der Therapieelektroden muss die rechte Elektrode (RA) auf dem Rücken und die linke Elektrode (LL) auf dem Brustkorb angebracht werden.
Defibrilator-Padpositionen
|
|||||||||
| 3 |
Therapieelektroden fest andrücken |
|||||||||
| 4 |
AED-Modus des Defibrillators starten |
|||||||||
| 5 |
Rhythmusanalyse des Defibrillators starten Beachte: Die Herzdruckmassage soll möglichst erst unmittelbar vor der Analyse unterbrochen werden. |
|||||||||
| 6 |
Analyse-/Ladephase des Defibrillators abwarten Achtung: Bei corpuls³ ist keine Herzdruckmassage während der Analyse-/Ladephase möglich! Erkennt der Notfallsanitäter einen eindeutig nicht schockbaren Rhythmus, muss die Analyse nicht vollständig abgewartet werden und die Herzdruckmassage kann sofort wieder begonnen werden. |
|||||||||
| 7 |
Warnung an das Team: "ACHTUNG SCHOCK!" Patienten nicht berühren |
|||||||||
| 8 | Schock auslösen | |||||||||
| 9 | Herdruckmassage unmittelbar ohne Kreislaufkontrolle fortsetzen |
Quellenangaben
European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Basic Life Support
European Resuscitation Council Guidelines 2025 Adult Advanced Life Support
Corpuls 3 Gebrauchsanweisung
Lifepak CR2 Gebrauchsanweisung
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 06/2024 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
halbautomatische Defibrillation (Kinder)
Indikationen
- Kammerflimmern (VF)
- Pulslose ventrikuläre Tachykardie (pVT)
Therapieziel
- Wiederherstellung eines normalen Herzrhythmus
- Erreichen einer ausreichenden Pumpleistung des Herzens
Kontraindikationen
- keine
Sicherheitshinweise
- Haut frei (ggf. rasiert) und trocken
- Richtige Position, Herstellerangaben beachten
- Kein Kontakt zu Metall / Implantaten / Piercings
- Elektroden dürfen sich nicht berühren
Benötigtes Material
- Halbautomatischer Defibrillator
Durchführung
corpuls³
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Reanimation nach BLL "Atem-Kreislauf-Stillstand" durchführen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 2 |
Elektrodengröße auswählen
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 3 |
Therapieelektrdoen antero-lateral (AL) aufkleben
In folgenden Situationen soll alternativ die antero-posteriore Position der Therapieelektroden erwogen werden:
Beachte: Bei der antero-posterioren Position der Therapieelektroden muss die rechte Elektrode (RA) auf dem Rücken und die linke Elektrode (LL) auf dem Brustkorb angebracht werden.
Defibrilator-Padpositionen
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 4 |
Therapieelektroden fest andrücken |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 5 |
AED-Modus des Defibrillators starten |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 6 |
Defibrillationsenergie einstellen
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 7 |
Rhythmusanalyse des Defibrillators starten Beachte: Die Herzdruckmassage soll möglichst erst unmittelbar vor der Analyse unterbrochen werden. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 8 |
Analyse-/Ladephase des Defibrillators abwarten Achtung: Bei corpuls³ ist keine Herzdruckmassage während der Analyse-/Ladephase möglich! Erkennt der Notfallsanitäter einen eindeutig nicht schockbaren Rhythmus, muss die Analyse nicht vollständig abgewartet werden und die Herzdruckmassage kann sofort wieder begonnen werden. |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 9 |
Warnung an das Team: "ACHTUNG SCHOCK!" Patienten nicht berühren |
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 10 | Schock auslösen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| 11 | Herdruckmassage unmittelbar ohne Kreislaufkontrolle fortsetzen |
Quellenangaben
European Resuscitation Council Guidelines 2025 Paediatric Life Support
Corpuls 3 Gebrauchsanweisung
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 06/2024 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
Abbindung mittels Tourniquet
Indikationen
- Starke Blutung
Definition einer Starken Blutung: Eine starke Blutung (auch als massive Blutung oder kritische Blutung bezeichnet) ist ein Zustand, bei dem eine große Menge Blut in kurzer Zeit verloren geht.
Therapieziel
- Blutstillung
Kontraindikationen
- Körperstelle lässt die Anlage einer Abbindung nicht zu
Benötigtes Material
- Tourniquet
Durchführung
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 | Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen |
| 2 |
Tourniquet vorbereiten (Verpackung öffnen & Produkt entnehmen) |
| 3 | Kleidung entfernen (Anwendung auf der nackten Haut) |
| 4 | Tourniquet mind. eine Handbreite/5 cm oberhalb (proximal – Richtung Körper) der Wunde anbringen |
| 5 | Gurt straff festziehen und befestigen (gute Zugänglichkeit garantieren) Ist das Band zu lang – nicht abschneiden! |
| 6 | Knebel drehen bis die Blutung steht |
| 7 |
Knebel in der Lasche fixieren, Klett verschließen |
| 8 | Zeitpunkt der Abbindung notieren (beschreibbares Feld auf dem Tourniquet) |
| 9 | Wundversorgung (steril) durchführen |
| # | Die Abbindung bleibt ausnahmslos bis zur Versorgung im Krankenhaus geschlossen. |
Alternative Abbindungsmöglichkeiten
Dreiecktuch/Blutdruckmanschette
Falls im Notfall (z.B. Sanitäter:in als Ersthelfer:in; Massenanfall an Verletzten; Mehrfachverletzungen) kein (weiteres) Tourniquet vorhanden ist, können andere Hilfsmittel verwendet werden, um eine Abbindung durchzuführen. Diese bringen jedoch stets weitere Problemstellungen/Herausforderungen mit sich.
Dreiecktuch und "Knebel"
Durchführung: Dreiecktuch zirkulär, proximal der Wunde anbringen und mittels eines Knebels (widerstandsfähiger Stab) verdrillen.
Problemstellung: Gewebeschädigungen
Manuelle Blutdruckmanschette
Durchführung: Anbringen der Blutdruckmanschette an der verletzten Extremität - proximal der Wunde. Aufblasen der Manschette deutlich über dem Wert des systolischen Blutdrucks (z.B. 250 mmHg).
Problemstellung: 1.) Fehlende Größe für untere Extremitäten. 2.) Konstantes Aufrechterhalten des Druckniveaus während der gesamten Versorgung sowie des Transports - herkömmliche Blutdruckmanschetten sind dafür nicht ausgelegt. Eine regelmäßige Kontrolle ist unerlässlich um eine unbemerkte Blutung/Lösung der Abbindung zu vermeiden.
Erläuterungen
Das Team entscheidet, welche Methode zur Blutstillung angewendet wird, mit dem Ziel, eine effektive Blutstillung sicherzustellen. (Bsp. die Blutung kann nur ungenügend durch den manuellen Druck gestillt werden oder die personellen Ressourcen)
Zudem ist der/die Sanitäter:in für die regelmäßige Überprüfung des Erfolgs der Blutstillung verantwortlich (z. B. bei Anwendung bei „Erste Eindruck: X“ muss die Blutstillung bei „C - Circulation – Kreislauf“ auf Wirksamkeit kontrolliert werden).
Darüber hinaus ist bei der Versorgung einer Extremität die Motorik, die Durchblutung und die Sensibilität (MDS) sorgfältig zu prüfen.
Tourniquet (Abbindung)
Das Combat Application Tourniquet® (C-A-T®) ist wohl das bekannteste und am meisten eingesetzte Abbindesystem der Welt und hilft, massive Blutverluste bei schweren Extremitätenverletzungen effizient zu verhindern. Am Arm oder am Bein angelegt, wird durch einfache Drehbewegungen des Knebels die Blutung gestoppt. In der Generation 7 wurde die Handhabung weiter verbessert. Ein massiverer, ergonomischer Knebel erleichtert das Greifen und Drehen. Durch die neu gestaltete Schnalle ist ein Durchfädeln des Klettbandes durch zwei Schnallen, wie bei früheren Generationen, nun nicht mehr notwendig.
Die Abbindung wird bei einer starken Blutung an den Extremitäten sofort (bei x) durchgeführt, wenn:
• eine andere Blutstillung nicht möglich ist
• ein schwerwiegendes A, B, oder C-Problem vorliegt, welche behandelt werden muss
Israelie Bandage (Notverband)
Der Notverband ist der kompakte „all-in-one“ Druckverband, wenn es um die schnelle und effektive Versorgung von starken Blutungen an den Extremitäten, von Kopfverletzungen oder von Blutungen im Halsbereich geht. Die Bandage ist doppelt verpackt und beide Verpackungen müssen entfernt werden. Auf der Innenseite ist eine sterile, große und saugfähige Wundauflage eingenäht, welche nicht mit der Wunde verklebt. Der Druckapplikator, an der Außenseite fungiert als Druckkörper, dieser widerspricht den Vorgaben der Lehrmeinung, ist aber durch die Chefärzte des ÖRK – nur für diese Art von Druckverbänden – freigegeben worden. Ein zusätzlich durchgenähter Faden verhindert ungewolltes Abrollen der Bandage während der Anlage. Eine Fixierklemme ermöglicht das sofortige Fixieren des Druckverbandes. Falls erforderlich kann der Druckverband auch selbstständig, mit nur einer Hand mit der Schlaufe am Beginn, angelegt werden, dies ist für den militärischen Einsatz von Bedeutung.
Quellenangaben
- ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
- LPN, Lehrbuch für präklinische Notfallmedizin, 6. Auflage
- Handlungsempfehlung „Prähospitale Anwendung von Tourniquets“ der DGA
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 06/2024 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
Druckverband (z.B. mittels Emergency Bandage)
Indikationen
- Starke Blutung
Therapieziel
- Blutstillung
Kontraindikationen
- Körperstelle lässt die Anlage eines Druckverbandes nicht zu.
Benötigtes Material
- Notverband (Emergency Bandage)
oder
- Sterile Wundauflage
- Druckkörper (elastisch, saugfähig, größer als die Wunde)
- Elastische Binde (Peha-Haft)
Durchführung
#Variante1 - Durchführung mittels Notverband (Emergency Bandage)
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 | Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen |
| 2 |
Notverband vorbereiten (Verpackung öffnen & Bandage entnehmen) |
| 3 |
Ein:e Sanitäter:in führt einen manuellen Druck (mit steriler Wundauflage) durch. Bei Ressourcenmangel kann versucht werden, dass der/die Patient:in selbst den manuellen Druck ausübt.
|
| 4 |
Sterile Wundauflage auf die Wunde auflegen |
| 5 |
Binde über die Wunde (und die Extremität) wickeln und durch den Bügel des Druckapplikators (=Spange) führen. |
| 6 |
Binde in die Gegenrichtung zurückziehen und Druckkörper (=Spange) festziehen |
| 7 |
Mit straffem Zug restliche Binde abwickeln |
| 8 |
MDS Kontrolle |
Weitere Anlagemöglichkeiten (T3-Bandage)
Anwendung bei einer Kopfverletzung
Anwendung bei einer Halsverletzung
Anwendung bei einer Handverletzung
#Variante2 - Durchführung mittels kombinierter Produkte
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 | Teambriefing: Plan kommunizieren, Aufgaben verteilen |
| 2 |
Materialien vorbereiten |
| 3 |
Ein:e Sanitäter:in führt einen manuellen Druck durch. Bei Ressourcenmangel kann versucht werden, dass der/die Patient:in selbst den manuellen Druck ausübt.
|
| 4 |
Ein Druckkörper (elastisch, saugfähig, größer als die Wunde) wird über die Wundauflage gelegt. Der/die Sanitäter:in hält den Druck auf die Wundauflage und den Druckkörper weiterhin aufrecht.
|
| 5 |
Mit einer (elastischen) Binde werden der Druckkörper und die Wundauflage fest umwickelt.
|
| 6 | Fixierung der elastischen Binde |
| 7 | MDS Kontrolle |
Erläuterungen
Im Mittelpunkt steht die adäquate Blutstillung um eine Lebensbedrohung zu bannen. Sollte die Blutung durch einen Druckverband nicht gestillt werden können, ist zu prüfen, ob eine Abbindung der Extremität mit einem Tourniquet möglich ist, oder ob der manuelle Druck verstärkt werden kann, indem man z. B. mit beiden Händen drückt.
Spezifische Angaben/Anforderungen des Herstellers sind zu beachten und der Bedienungsanleitung zu entnehmen.
Quellenangaben
- ÖRK, Sanitäter:innen Ausbildung Band 1 & Band 2
- Bergrettung Bundesverband
- Anleitung T3-Bandage
Bildquellen: ÖRK Bildungszentrum; RKNÖ/Schodritz, MedicalSCA
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 01/2025 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version https://rdmed.n.roteskreuz.at/ oder die RKNÖ-App-Version (Aktualisierung alle 24h)!
Hämostyptika-Anwendung bei tiefen Wunden ("Wound Packing")
Indikationen
- Stammnahe Verletzungen (z.B. Achsel, Leiste,...) mit starker Blutung [z.B.: tiefe Stichverletzungen (z.B. Messerstiche), penetrierende Verletzungen wobei der Fremdkörper wieder entfernt wurde].
- Weitere Möglichkeiten: Zur Unterstützung anderer Blutstillungsverfahren (z.B. Druckverband in Kombination mit Hämostyptika-Anwendung)
Therapieziel
- Suffiziente Blutungskontrolle
Kontraindikationen
Folgende Verletzungen dürfen nicht mittels Wound-Packing versorgt werden:
- Verletzung mit großer Körperhöhlen Öffnung (z.B. offene Verletzung: Thorax, Abdomen, kleines Becken)
- Offenes Schädel-Hirn-Trauma
- Thoraxverletzung mit Ventilmechanismus
- Augenverletzung
- Verletzung der Atemwege
Achtung
- Es ist bei diesen Notfällen auf die eigene Sicherheit der Einsatzkräfte zu achten. Die zu behandelnden Verletzungen sind in der Entstehung oftmals mit Gewaltdelikten verbunden.
- Bei der Anlage ist auf hygienisches Arbeiten zu achten!
- Durch die Durchführung der Maßnahme kommen Sanitäter:innen in Kontakt mit dem Blut der/des Patient:in. Es ist die Anlage der dementsprechenden Schutzausrüstung sicherzustellen!
Benötigtes Material
- Schutzausrüstung (Einmalhandschuhe, Schutzbrille)
- Material zur Hämostyptika-Anwendung (z.B. Chitosam oder QuikClot Gauze)
- Sterile Wundauflage
- Mullbinde
- Monitoring
- evt. Israeli Bandage (Notfallbandage)
- evt. Analgesie
Durchführung
#Chitosam
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 | Schutzausrüstung anlegen |
| 2 | Patient:in über Maßnahme aufklären/Einverständnis einholen (über Schmerzen aufklären). |
| 3 |
Kontraindikationen WirkstoffDer Wirkstoff Chitosan wird aus der Schale von Krebstieren gewonnen. |
| 4 |
Evt. Analgesie nach BLL "schweres Trauma" durchführen (Schmerzen auf erträgliches Maß senken) CAVE: die Analgesierung darf zu keinem Zeitverlust der Blutstillungsmaßnahmen führen |
| 5 |
Patient:in in adäquate Versorgungsposition bringen |
| 6 |
Direkten manuellen Druck auf die Wunde ausüben und dabei Material vorbereiten (lassen) |
| 7 |
Blutungsquelle lokalisieren dabei freies und geronnenes Blut mit steriler Wundauflage entfernen |
| 8 |
Hämostyptikum öffnen. |
| 9 |
Hämostyptikum vollständig/dicht in die Wundhöhle in Richtung der Blutungsquelle einbringen und austamponieren - im Bedarfsfall (große Wundhöhle) ein weiteres Hämostyptikum oder anderes Verbandsmaterial verwenden.
|
| 10 |
Mindestens 3 Minuten lang oder bis zum Stillen der Blutung Druck ausüben.
|
| 11 |
Einen Druckverband über der Wunde anlegen bzw. direkten manuellen Druck aufrechterhalten, sollte an der Körperstelle die Anlage eines Druckverbandes nicht möglich sein |
| 12 | Weitere Blutstillungsmaßnahmen im Bedarfsfall durchführen |
| # | Wenn die Blutung anhält, versuche – sofern möglich – weiteres Material nachzupacken. Übe anschließend für weitere drei Minuten zusätzlichen direkten Druck aus. |
[englischsprachiges Video, dass die Anwendung des Chitosam zeigt]
#Quik Clot
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 | Schutzausrüstung anlegen |
| 2 | Patient:in über Maßnahme aufklären/Einverständnis einholen (über Schmerzen aufklären) |
| 3 |
Evt. Analgesie nach BLL "schweres Trauma" durchführen (Schmerzen auf erträgliches Maß senken) CAVE: die Analgesierung darf zu keinem Zeitverlust der Blutstillungsmaßnahmen führen |
| 4 |
Patient:in in adäquate Versorgungsposition bringen |
| 5 |
Direkten manuellen Druck auf die Wunde ausüben und dabei Material vorbereiten (lassen) |
| 6 |
Blutungsquelle lokalisieren dabei freies und geronnenes Blut mit steriler Wundauflage entfernen |
| 7 |
Hämostyptikum öffnen (nicht komplett aus Verpackung entnehmen) |
| 8 |
Erste Schicht des Hämostyptikums um den eigenen Finger wickeln (direkten Druck auf Wunde mit anderer Hand aufrecht erhalten) |
| 9 |
Hämostyptikum vollständig in die Wundhöhle einbringen und austamponieren - im Bedarfsfall (große Wundhöhle) ein weiteres Hämostyptikum verwenden |
| 10 |
Mindestens 3 Minuten lang oder bis zum Stillen der Blutung Druck ausüben |
| 11 |
Einen Druckverband über der Wunde anlegen bzw. direkten manuellen Druck aufrechterhalten, sollte an der Körperstelle die Anlage eines Druckverbandes nicht möglich sein |
| 12 | Weitere Blutstillungsmaßnahmen im Bedarfsfall durchführen |
| / | [Sollte es beim Produkt QuikClot Gauze zu einem Durchbluten des initialen Verbandes kommen, so ist das Hämostyptikum aus der Wunde zu entfernen und ein weiteres QuikClot in der gleichen Vorgehensweise anzuwenden] |
[englischsprachiges Video, dass die Anwendung des Quikclot zeigt]
Erläuterungen
- Die Anwendung des Wound-Packings ist in den rosa markierten Bereichen (Junctional) indiziert. (Quelle: Tactical Emergency Medicine)
- Die angeführte Vorgehensweisen beziehen sich auf die Produkte Chitosam sowie QuikClot Gauze. Andere Hämostyptika können eine leicht unterschiedliche Anwendung benötigen.
- Es liegen bisher allgemein nur wenige vergleichende Studien zur Wirksamkeit unterschiedlicher Hämostyptika bei schwerverletzten Patient:innen vor. Die beste Evidenzlage gibt es zur Wirksamkeit von Chitosan.
- Materialien, die lose in die Wunde eingebracht werden (Pulver) haben sich nicht bewährt. Zum einen zeigten sich teils erhebliche exotherme Reaktionen, die zu thermischen Schäden führten, zum anderen waren die Stoffe nur chirurgisch zu entfernen, was teils zu Folgeschäden führte.
- In einer Studie zur Anwendung von Chitosam Verbandstoffen bei Patient:innen mit Schalentier-Allergie zeigten sich keine allergischen Reaktionen durch die Anwendung.
Quellenangaben
- Flohé, Sascha et al.: 2018, Schwerverletztenversorgung
- S3 Leitlinie „Polytrauma/Schwerverletzten Behandlung“ 12/2022
- Samariterbund Österreich, OSCE - Hämostyptikum Wundtamponade
- Sam Medical - Training Chitosam
- St. John, Clinical Resources - QuikClot Combat Gauze
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 06/2024 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
Valsalva-Manöver
Indikationen
- rhythmische Schmalkomplextachykardie (ohne Lebensgefahr)
- rhythmische Breitkomplextachykardie (ohne Lebensgefahr)
Therapieziel
Beenden der Tachykardie
Kontraindikationen
- Bedarfstachykardie (z.B. Hypovolämie / Schock, Schmerzen, Infekt) - zugrundeliegendes Problem behandeln
- akut lebensbedrohliche Tachykardie, die eine sofortige Kardioversion erfordert
- Blutdruck unter 90 mmHg systolisch
Benötigtes Material
- 10 ml-Spritze
- EKG-Überwachung
Durchführung
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 |
Patient:in angenehm mit erhöhtem Oberkörper lagern |
| 2 |
Patient:in über die Maßnahme aufklären |
| 3 |
Stelle sicher, dass alle Vitalwerte erfasst wurden (inkl. eines 12-Kanal-EKG!). |
| 4 |
Stelle sicher, dass ein EKG-Monitoring erfolgt und alle Personen zum Monitor sehen |
| 5 |
Öffne eine neue 10 ml-Spritze und stelle sicher, dass der Spritzenkolben beweglich ist. |
| 6 |
Stelle sicher, dass sich der Spritzenkolben wieder vollständig in der Spritze befindet. |
| 7 |
Patient:in die Spritze übergeben |
| 8 |
EKG ausdrucken |
| 9 |
Patient:in 15 Sekunden maximal pressend in eine Spritze ausatmen lassen ("Blasen Sie so fest sie können hinein, Sie sollen den Spritzenkolben rausdrücken!") |
| 10 |
Schnell in einem Zug: Patient:in mit Oberkörper flach hinlegen und Beine ca. 45° anheben - Position 15 Sekunden beibehalten |
| 11 |
Rückkehr zur Ausgangslagerung |
| 12 |
Herzrhythmus beurteilen |
| 13 |
EKG ausdrucken |
| 14 |
Reassessment der Vitalfunktionen durchführen |
Erläuterungen
Seit der REVERT-Studie 2015 wird im Rettungsdienst das (hier in weiterer Folge beschriebene) modifizierte Valsalva-Manöver angewendet.
Quellenangaben
- Forschung zum modifizierten Valsalva-Manöver: Appelboam, A. et al. Postural modification to the standard Valsalva manoeuvre for emergency treatment of supraventricular tachycardias (REVERT): a randomised controlled trial. Lancet 386, 1747–1753 (2015).
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| RK NÖ | 06/2024 | Ursprungsversion |
| raphaela.duenser | 07/2026 | Übernahme Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
intraossärer Zugang (i.o.-Zugang)
Indikationen
- Herz-Kreislaufstillstand
- ausgeprägte hypovolämische Schockzustände
- schwere Hypothermie
- kritisch Kranke/Verletzte, bei denen zur Wiederherstellung der Vitalfunktionen eine Medikamenten- und/oder Volumengabe notwendig ist
- zwingende zeitlich dringende Notwendigkeit eines i.v.-Zugangs, bei gleichzeitiger Unmöglichkeit einer Anlage eines i.v.-Zugangs auf herkömmlichem Wege
- bei unzureichender Alternative wie nasal, usw.-Gabe
Therapieziel
- Gabe von Medikamenten und Infusionen
Kontraindikationen
- Knochenfraktur am oder proximal des Punktionsortes (Gefahr der Paravasatbildung)
- Gefäßverletzung proximal der Punktionsstelle (Gefahr der Paravasatbildung)
- Kompartmentsyndrom an der zu punktierenden Extremität
- fehlende Landmarken
- vorausgegangene i.o.-Punktionsversuche am gleichen Knochen binnen der letzten 24 – 48 h (Gefahr der Paravasatbildung)
- einliegendes Osteosynthesematerial am Punktionsort oder bekannte alte Fraktur (Unmöglichkeit des Einbringens der i.o.-Punktionskanüle)
Benötigtes Material
- EZ-IO® Maschine
- EZ-IO®-Set mit: Nadel/-Connector® | -Stabilizer®
- Dreiwegehahn & Infusionsbesteck
- Infusion mit Druckinfusionsmanschette
- Hautdesinfektionsmittel
- Einmalspritze und Aufziehkanüle
- 10ml NaCl-Lösung
- nur auf Anweisung: Lokalanästhetikum (Xylanest 2%)
Vorbereitung & Durchführung
| Vorbereitung |
|
|---|---|
| # |
|
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 |
Punktionsstelle lokalisieren und stabilisieren
|
| 2 | Punktionsstelle desinfizieren |
| 3 | Nadel mit Magnethalter des Bohrers aufnehmen - einstechen bis Knochenkontakt, mind. eine Markierung muss über Hautniveau sichtbar sein, ansonsten größere Nadelgröße wählen |
| 4 | Bohren, bis Widerstand verloren geht (*Durchführungshinweis) |
| 5 | Bohrer senkrecht ohne Wackeln entfernen |
| 6 | Kanüle festhalten – Trokar/Mandrin nach dem Abschrauben entfernen und sicher entsorgen |
| 7 | EZ-Stabilizer-Pflaster anbringen (noch nicht abkleben) |
| 8 | Connector und Dreiwegehahn anschließen |
| 9 | Aspiration von Knochenmark zur Verifikation der Kanülenlage (Cave: trotz korrekter Lage nicht in allen Fällen möglich) |
| 10 | Injektion eines Flüssigkeitsbolus (Bsp. 5 – 10ml NaCl - alternativ Infusion) |
| 11 | Sicherung des i.o.-Zugangs und der Infusionsleitung |
Erläuterungen
- Mithilfe einer Stahlkanüle wird die Substantia corticalis des Knochens durchbohrt – somit kommt die Kanüle in der Cavitas medullaris (Markhöhle) zum Liegen
- alle i.v.-Medikamente können auch i.o. appliziert werden
- Druckinfusionsbeutel sinnvoll
Empfehlungen:
- bei kritisch kranken Kindern nach 60 Sekunden auf i.o.-Zugang wechseln
- kann beim Kind auch als primärer Gefäßzugang eingesetzt werden
arrow_ez_io_adult_application_.pdf
arrow_ez_io_needle_selection_g.pdf
MCI-2024-1044_EMS_BR_Arrow-EZ-IO paediatrics Flyer A5_EMEA_LR.pdf
Quellenangaben
- S1-Leitlinie 001-0042:; Die intraössäre Infusion in der Notfallmedizin (!Leitlinie aktuell in Überarbeitung!)
- Notfallguru: https://www.notfallguru.de/gurufacts/intraoss
- DGAInfo, S1-Leitlinie: Die intraossäre Infusion in der Notfallmedizin, 2018
- ARROW EZ-IO ®
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| raphaela.duenser | 06/2026 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.
Beckenschlinge
Indikationen
- Schock (hämodynamische Instabilität)
UND
- Kinematik (Sturz > 3 m; Anpralltrauma etc.) oder
- Inspektion (Rotationsfehlstellung, Blutung etc.) oder
- Palpation (seitlich) oder
- Schmerzen (im Beckenbereich) oder
- Trauma-CPR
Therapieziel
- Blutungskontrolle
Kontraindikationen
- keine
Benötigtes Material
- Beckenschlinge
- Pflaster oder ähnliches zum Fixieren der Füße
- ev. Analgesie
- ev. Monitoring
Durchführung
| Nr. | Maßnahme/Handlung |
|---|---|
| 1 |
Kleidung entfernen |
| 2 |
Kleines Becken schließen |
| 3 |
Stoffgurt unter Patient:in platzieren |
| 4 |
Korrekte Position ermitteln -> Trochanter major
|
| 5 | Auf Kommando hebt ein:e Sanitäter:in das Becken des/der Patient:in leicht an.
Der/die andere Sanitäter:in platziert den Stoffgurt mittig unter dem großen Rollhügel. Auf Kommando wird das Becken wieder am Boden abgesetzt.
|
| 6 |
Die Sanitäter:innen positionieren sich rechts und links in Hüfthöhe neben dem/der Patient:in. Der Stoffgurt wird so eingefaltet oder zugeschnitten, dass ein Spalt von
|
| 7 |
Die mit Klettverschluss versehene Zugsvorrichtung wird auf beiden Enden des Spalts aufgebracht.
Beide Sanitäter:innen stützen das Becken mit der Hand, die sich näher am Kopf befindet, und führen einen seitlichen Druck auf das Becken aus um dieses zu stabilisieren.
Das Zugsystem wird angezogen um den Spalt zu schließen.
Die überstehende Zugschnur wird unter Spannung an den Befestigungshaken fixiert. |
| 8 | Zum Abschluss wird die Anlagezeit auf dem Beckengurt dokumentiert. |
ACHTUNG: Beckenschlingen werden häufig in einer falschen Position angelegt.
Der häufigste Fehler besteht darin, die Beckenschlinge über dem Darmbein (ungefähr in der Position eines Gürtels) anzulegen. Eine falsche Platzierung ist mit einer unzureichenden Schienung von Beckenfrakturen und möglicherweise einer weniger effektiven Blutungskontrolle verbunden. Die korrekte Position über dem großen Trochanter kann bis zu 10–20 cm unter diesem Niveau liegen. Es ist wichtig, die genaue Position des großen Trochanter zu identifizieren, bevor die Beckenschlinge angelegt wird, um eine korrekte Platzierung sicherzustellen.
Erläuterungen
KISS-Schema
- Untersuchung des Beckens
- die Kinematik eine Beckenverletzung möglich oder wahrscheinlich macht oder
- die Inspektion eine Beckenverletzung vermuten lässt (sichtbare Verletzung, Blutung, Fehlstellungen) oder
- der/die Patient:in Schmerzen im Bereich des Beckens angibt,
- ist eine Stabilisierung des Beckens im Sinne einer Beckenschlinge indiziert
5 P´s bei der Beckenschlingenanlage
Vor dem Anlegen einer Beckenschlinge bei Verdacht auf eine instabile Beckenverletzung sollten die sogenannten „5 P’s“ beachtet werden – eine praxisorientierte Checkliste, um mögliche Komplikationen zu vermeiden und die Maßnahme sicher durchzuführen.
Pulses → Periphere Pulse tasten, vor allem A. dorsalis pedis und A. tibialis posterior, um später eine Durchblutungskontrolle nach der Anlage durchführen zu können.
Penis (oder Perineum) → Kontrolle auf Zeichen innerer Blutung (z. B. Hämatome, Blut am Meatus urethrae), verlagerter Hoden, Priapismus oder andere Hinweise auf eine urogenitale Verletzung.
Pockets → Taschen entleeren: Gegenstände (z. B. Handy, Schlüssel, Geldbörse) in Hosentaschen können unter der Schlinge Druckstellen, Schmerzen oder eine ungleichmäßige Kompression verursachen.
Phones → In Anlehnung an „Pockets“, wird hier meist auf Mobiltelefone hingewiesen, da diese oft separat in Hosen- oder Jackentaschen stecken. Diese sollten entfernt werden, bevor die Schlinge angelegt wird.
Pulses (nochmals) → Erneute Kontrolle der Pulse nach Anlage der Beckenschlinge, um sicherzustellen, dass die Durchblutung nicht kompromittiert wurde.
Quellenangaben
- Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie e.V.: S3-Leitlinie Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung (AWMF Registernummer 187-023), Version 4.0 (31.12.2022)
-
Thieme: Notarzt 2017, Lechner R., Treffer D., Notfallbehandlung von Beckenverletzungen, 132-138
-
PHTLS Kursunterlagen (z. B. NAEMT, aktuelle deutsche Ausgabe)
-
TCCC Guidelines (Committee on Tactical Combat Casualty Care)
-
Tien, H. et al. (2015): "Prehospital management of pelvic fractures in trauma: Consensus and controversies." Journal of Trauma Management & Outcomes.
Bildnachweis Anlage Beckengurt: ÖRK LV Vorarlberg
Version
| Kürzel | Datum | Info |
|---|---|---|
| raphaela.duenser | 06/2026 | Ursprungsversion |
Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.