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GERI

GEMS

Ein strukturierter Ansatz zur Beurteilung geriatrischer Patient:innen im Rettungsdienst:

    Geriatric – Alterstypische Veränderungen Environmental – Umfeld, Wohnsituation, Gefahrenquellen Medical – Multimorbidität, Medikamente, Vitalparameter Social – Soziales Netz, Pflege, Vereinsamung, Gewalt SPLATT Sturzabklärung im Alter | Hilfe bei der Ursachenanalyse nach einem Sturz:
    •    Symptoms before fall
    •    Previous falls
    •    Location of fall
    •    Activity at time of fall
    •    Time of fall
    •    Trauma after fall
    VITAMINS C & D Ursachencheck bei funktionellem Abbau
    Gedächtnisverlust, Schwäche, kognitive Veränderungen – mögliche Ursachen:
    •    Vaskulär
    •    Inflammation (Entzündung)
    •    Toxine, Trauma, Tumor
    •    Autoimmun
    •    Metabolisch (z. B. Hypoglykämie)
    •    Infektion
    •    Narkotika (Medikamente, Substanzen)
    •    Systemisch (z. B. Sepsis)
    •    Congenital (angeboren)
    •    Degenerativ (z. B. Alzheimer)
    Dilierium Erklärung akuter Verwirrtheit, Unruhe, Wahrnehmungsstörung:
    •    Drogen / Toxine
    •    Emotionale Belastung
    •    Low pO₂ (Hypoxie)
    •    Infektion
    •    Retention (Harn- oder Stuhlverhalt)
    •    Iktal (Anfallsgeschehen)
    •    Unterernährung / Dehydration
    •    Metabolisch (z. B. Elektrolytstörungen)
    •    Subdurales Hämatom Demenz
    Chronische, progrediente Erkrankung mit Verlust kognitiver Fähigkeiten. Typische Merkmale:
    • Gedächtnisstörungen
    • Orientierungsverlust
    • Sprachprobleme
    • Verhaltensveränderungen
    → Irreversibel (z. B. Alzheimer) oder reversibel (z. B. durch Medikamente, Mangelzustände)

     

    Delir

    Akuter Verwirrtheitszustand mit raschem Beginn, häufig reversibel. Symptome:

       Bewusstseinsstörungen
    •    Desorientierung
    •    Halluzinationen
    •    Unruhe oder Apathie
    → Immer ein Notfall – häufig durch Infektionen, Medikamente oder Stoffwechselentgleisungen ausgelöst

    Geriatrische Depressionsskala
    Ein validiertes Screening-Instrument zur Erfassung depressiver Symptome bei älteren Menschen. 15 Ja/Nein-Fragen, spezifisch auf geriatrische Lebensrealitäten abgestimmt.

    Frailty    
    „Gebrechlichkeit“
    Zustand erhöhter Anfälligkeit für Stressoren (z. B. Infekte, Stürze) mit hohem Risiko für Hospitalisierung, Pflegebedürftigkeit oder Tod. Kennzeichen: ungewollter Gewichtsverlust, Muskelschwäche, Erschöpfung, verlangsamtes Gehen.
    Multimorbidität    
    Vorliegen mehrerer chronischer Erkrankungen gleichzeitig – z. B. COPD + Diabetes + Herzinsuffizienz. Erhöht das Risiko für Komplikationen, Polypharmazie und funktionellen Abbau.
    Polypharmazie
    Einnahme von fünf oder mehr Medikamenten gleichzeitig – häufig mit Risiken wie Wechselwirkungen, Nebenwirkungen oder Non-Adhärenz verbunden.
    IADL / ADL
    ADL (Activities of Daily Living): Grundfunktionen des Alltags (Waschen, Ankleiden, Mobilität)
    IADL (Instrumental Activities of Daily Living): komplexere Tätigkeiten (Haushalt, Einkäufe, Medikamente managen)
    Advance Care Planning (ACP)
    „Patientenverfügung“
    Gespräche zur vorausschauenden Versorgungsplanung – insbesondere bei geriatrischen Patient:innen mit eingeschränkter Prognose oder Entscheidungsfähigkeit.
    Palliative Versorgung
    Symptomorientierte, lindernde Versorgung bei fortgeschrittenen Erkrankungen mit Fokus auf Lebensqualität – häufig relevant im geriatrischen Kontext.

    Version

    Kürzel Datum Info
    raphaela.duenser 07/2026 Ursprungsversion

    Keine Gewährleistung für ausgedruckte Versionen - aktuell ist nur die Online-Version.